Von Ernst A. Meyner Folklore-Fachredaktor und Akkordeonist
Eine junge Ärztin hatte eigentlich erst Musikpädagogik studieren wollen, entschied sich aber für ein Medizinstudium, ohne das Musizieren aufzugeben. Am Konservatorium erkannte man ihr aussergewöhnliches Talent und forderte sie. Der Klavier- und Violinunterricht genügte ihr nicht: Das Saxofonspiel musste noch erlernt werden. Das gab ihr Schwung für das Medizinstudium. Ihr Staatsexamen bestand sie auf Anhieb, die Doktorprüfung mit dem Prädikat «vorzüglich».
Wer aktiv musiziert, lernt leichter, wird geistig flexibel, schult die Reaktionsfähigkeit. Das bestätigen Lernpsychologen. Musizieren fördert aktiv, und das auch völlig unbewusst. Musizieren begünstigt zudem die eigene Persönlichkeitsentwicklung. Musizieren wirkt sich ebenso positiv auf das soziale Verhalten und die Teamfähigkeit aus. Und es schärft die Sozialkompetenzen. Diese Charaktereigenschaften machen Musik zu einem wichtigen Bindeglied in unserer schnelllebigen Gesellschaft. «Musik ist gut für das Gesamtklima einer Gruppe», folgert eine Politikerin. Zu Recht. Musik unterstützt demnach das Gemeinschaftsgefühl und fördert den individuellen Lernprozess.
Vor allem entwickelt die Musik Geist und Seele und stützt das Lernen in Schule und Alltag. Wir sehen: Aktives Musizieren fordert und fördert. Davon bin ich überzeugt. Kennen Sie Beispiele dazu? Haben Sie diesen Effekt bei Ihnen persönlich erfahren dürfen? Oder?