Schadet ein Schlagerabstecher der Volksmusik?
Von Martin Sebastian
Seit langem hat es wieder eine Ländlerkapelle in den Final des Grand Prix der Volksmusik geschafft. Am 30. August 2008 tritt die Bündner Kapelle Oberalp im Hallenstadion Zürich an um den begehrten Kristallpokal gegen Gruppen aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz zu gewinnen.
Musik hat für den Chef der Kapelle Oberalp, Arno Jehli, keine Grenzen. Schon früh wagte er musikalische Seitensprünge in verschiedenen Sparten, pflegte daneben aber auch immer die traditionelle Volksmusik. Mit dem Titel “Lueg e mol” zusammen den Domingo Rey Y Los Brillantes Paraguayos konnte sich die beliebte Bündner Formation für das internationale Finale des Grand Prix der Volksmusik 2008 qualifizieren – eine unverhoffte, aber verdiente Überraschung exakt zum 40-Jahr-Jubiläum. Siehe auch www.kapelle-oberalp.ch
Wegen seinen musikalischen Seitensprüngen in alle Richtungen machten früher viele Traditionelle einen grossen Bogen um Arno Jehli. Wie ist die Meinung heute? Schadet es der Volksmusik im Allgemeinen und der Ländlerkapelle im Speziellen, wenn sie einen musikalischen Abstecher in eine andere Sparte machen?