Neues Volksmusikfestival in Altdorf, 13.-15. August 2010

Veröffentlicht am 2 August 2010, 15:56 in der Kategorie Folklore, Veranstaltungen.

Von Martin Sebastian     www.volksmusik-altdorf.ch

Das Haus der Volksmusik in Altdorf lanciert das grösste Volksmusikfestival. An dieser neuen nationalen Veranstaltung vom 13. bis 15. August 2010 zeigen Musizierende aus der ganzen Schweiz, was sie unter Volksmusik verstehen. Bis jetzt findet nur alle vier Jahre das Eidgenössische Ländlermusikfest (nächstes 2011 in Chur) statt.

Das Volksmusikfestival Altdorf soll im Zweijahresrhythmus dazu beitragen, dass die Volksmusik als Bereicherung des kulturellen Lebens in der Schweiz wahrgenommen wird. Für die Programmgestaltung wurden zahlreiche wichtige Exponenten der Volksmusikszene miteinbezogen. Dies trägt dazu bei, dass das Volksmusikfestival in seiner Qualität und kulturellen Bedeutung einzigartig sein wird. Diese Fachpersonen haben die 25 Konzertblöcke gestaltet, die einen fundierten Überblick über die Klanglandschaft erlauben.

Ein Konzertblock dauert meist nicht mehr als eine Stunde, und zu jedem Thema werden mehrere Formationen auftreten. Diese musikalischen Appetithäppchen bringen Abwechslung und machen das Festival auch für Nicht-Volksmusikliebhaber interessant. Insgesamt werden in Altdorf weit über 100 Formationen zu hören sein. Dazu gibt es zwei Bühnen für die freien Auftritte und im Dorf ist freies Musizieren (Stubete) angesagt. Es wird also auch nebst den Konzertbühnen ein grosses lebendiges Volksmusikfest geben, wo alle, die Lust haben, mitmachen können.

Das Volksmusikfestival in Altdorf ist ein mutiges Projekt. Es hat aber durchaus Chancen sich erfolgreich zu etablieren. Wichtig ist, dass viele Aktive und Besucher nach Altdorf kommen werden, um so ein lebendiges und ungezwungenes Volksmusikfest zu zelebrieren.

Volksmusik von herumziehenden Musikanten

Veröffentlicht am 27 Mai 2010, 16:14 in der Kategorie Folklore, Brauchtum, Verschiedenes, Veranstaltungen.

Von Matthias Lincke     Profi-Geigenspieler    www.matthiaslincke.ch

Mein Programm heisst «Da Giigämaa unterwäx».
«Unterwegs als ‹Giigämaa› ziehe ich von Bühne zu Bühne, von Fest zu Fest, von Stadt zu Stadt und übers Land. Wo sich Gelegenheit bietet, spiele ich auf: Manchmal alleine und bisweilen mit Weggefährten. Meistens treffe ich dabei mit lokalen Musikanten oder Künstlern anderer Art zusammen. Den ganzen Text lesen >>

Einmalige Fasnacht in Einsiedeln

Veröffentlicht am 8 Februar 2010, 13:55 in der Kategorie Brauchtum, Verschiedenes, Veranstaltungen.

Von René und Elisabeth Bühler

Wer in der Fasnachtszeit nach Einsiedeln fährt, erlebt eine der aufregendsten und buntesten Fasnachten überhaupt. Dieses Jahr vor allem am 15. und 16. Februar.

Am Abend von Drei Königen (6. Januar) beginnt in Einsiedeln die fünfte Jahreszeit mit dem «Iitrichle» (Eintreicheln). Der Schmutzige Donnerstag ist der Fasnachtstag der Jugend, an dem der Kinderumzug stattfindet. Einen ersten Höhepunkt der Einsiedler Fasnacht bildet der Güdelsmäntig (Fasnachtsmontag). Dieser beginnt um 9 Uhr mit dem wilden Sühudi-Umzug. Dieser wird von Furcht erregenden Teufeln angeführt. Es sind imposante Gestalten mit langen gebogenen Hörnern. Sie tragen eine Mistgabel und eine lange um den Bauch gebundene Kette. Sie machen den Weg frei für die Sühudis, die möglichst zerlumpt auftreten. Das Gesicht wird mit einer selbst gemachten Pappmaché-Maske bedeckt und soll möglichst schauerlich aussehen. Das Sühudi ist eine lustige und schwatzhafte Figur. Es umschmeichelt und verhöhnt die Umzugszuschauer mit verstellter Stimme. Die Einsiedler nennen dies «breugen». Den ganzen Text lesen >>

Jung und Alt lieben volkstümliche Musik

Veröffentlicht am 25 November 2009, 20:09 in der Kategorie Folklore, Verschiedenes, Veranstaltungen.

Von Martin Sebastian      www.folkloreexperte.ch

Die Finalsendung «Die grössten Schweizer Hits» gibt noch mehr zu reden als alle vorangegangenen “Hitsendungen”. Es ist aber nicht so, wie viele behaupten und was manche Tageszeitungen schrieben. Es sind nicht nur die Alten, sprich 50+, die für die volkstümlichen Lieder stimmten, bzw. anriefen. Die Sendungen werden auch nicht nur von einem überaltertem Publikum geschaut. Auch die Jungen lieben Volksmusik und Schlager. NUR: Wenn es dann darum geht, dazu zu stehen, haben manche “noch” Mühe. Es verhält sich etwa gleich, wie bei den Leuten, die den Blick in der NZZ lesen. Man will wohl dabei sein, aber es ziemt sich nicht dafür einzutreten. Den ganzen Text lesen >>

Der Luzerner Mut hat sich gelohnt

Veröffentlicht am 9 September 2009, 15:01 in der Kategorie Folklore, Verschiedenes, Veranstaltungen, Förderung.

Von Martin Sebastian     www.folkloreexperte.ch     www.hslu.ch/musik

In zahlreichen europäischen Ländern geniesst die Volksmusik als integraler Teil des nationalen Musiklebens eine hohe Akzeptanz. Vielerorts hat sie – in unterschiedlicher Form und Gewichtung – auch Eingang in die Berufsausbildung gefunden, während sie an schweizerischen Musikhochschulen bisher nur punktuelle Beachtung fand.
Seit der Folk-Music-Bewegung der 60er-Jahre stösst die einheimische Volksmusik – auch ausserhalb der traditionellen Liebhaberkreise – auf wachsendes Interesse. In den letzten Jahrzehnten haben sich namhafte Musikerinnen und Musiker des Jazz und der E-Musik, aber auch Exponenten der Pop- und Folk-Musik mit der Schweizer Volksmusik beschäftigt.

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Ur-Volkskulturen neu entdecken

Veröffentlicht am 27 Juli 2009, 13:04 in der Kategorie Folklore, Brauchtum, Kunsthandwerk, Verschiedenes, Veranstaltungen.

Von Josef K. Scheuber     www.sbrinz-route.ch

Das Säumerfest Stansstad bietet am 15. und 16. August 2009 Möglichkeiten in eine alte Tradition einzutauchen. Die Sbrinz-Route ist die kürzeste alpenquerende Wegverbindung. Das abwechslungsreiche und spannende Säumerfest bildet den Auftakt zur Säumerwoche der Regionen Sbrinz-Route. Für diesen lebendigen Volkskulturanlass bietet Stansstad direkt am Vierwaldstättersee eine fantastische Kulisse.

Das Säumerfest ist ein Brückenschlag zwischen gestern und unserer Zukunft mit Marktständen, traditionellem Handwerk, musikalischer Unterhaltung, Sagenerzählern, originellen Festwirtschaften, einzigartigen lokalen und regionalen Spezialitäten und handwerklichen Angeboten – und natürlich mit vielen Pferden, die ins Dorf Stansstad einziehen. Mit dabei ist auch das Schweizer Fernsehen. Kurt Zurfluh und sein Team machen Aufzeichnungen für die «Hopp dä Bäse»-Sendung, welche am 5. September 2009 ausgestrahlt wird. Den ganzen Text lesen >>

Äusserst knappe Jury-Entscheidungen

Veröffentlicht am 23 Juni 2009, 15:10 in der Kategorie Folklore, Brauchtum, Verschiedenes, Veranstaltungen, Förderung.

Von Martin Sebastian     www.folklorenachwuchs.ch

Am Samstag, 20. Juni 2009 traten in der Turnhalle Bammatta in Naters die qualifizierten Folklore-Nachwuchsformationen vor sehr grossem Publikum und zwei Fachjuryteams auf.

In der fast zwanzigjährigen Geschichte dieses Nachwuchs-Wettbewerbes war die Spitze der Vorträge noch nie so ausgeglichen. Alle qualifizierten Formationen spielten und sangen so hervorragend, dass sie alle als Sieger in Frage kamen. Die Fachjury musste mit Viertel- und Halbpunkten schliesslich die Sieger erküren. Mitgezählt hat diesmal insbesondere auch der Altersbonus, d. h. die Jury hat die Vorträge der ganz jungen Teilnehmer besonders berücksichtigt. Den ganzen Text lesen >>

Wegweisende Entscheidungen sind gefallen

Veröffentlicht am 9 Juni 2009, 15:16 in der Kategorie Folklore, Brauchtum, Verschiedenes, Veranstaltungen.

Von Martin Sebastian   www.jodlerverband.ch

Der Zentralvorstand des Eidgenössischen Jodlerverbandes EJV hat wichtige Entscheidungen getroffen.
1. Die technischen Regulative Jodelgesang, Fahnenschwingen, Alphorn- und Büchelblasen wurden so angepasst, dass künftig auch Nachwuchsformtionen an Jodlerfesten aktiv teilnehmen können. Künftig werden reine Nachwuchsformationen wie auch gemischte Gruppen die Möglichkeit haben, gemeinsam am Jodlerfest mitzumachen.
2. Die Mitgliederzahl für Jodelgruppen ist provisorisch nach oben völlig frei.
3. Für die Fahnenschwingerinnen wurde die Vortragsbekleidung für Frauen definiert. Es sind dies: schwarze, lange Hosen (keine Jeans), Herrentrachtenblusen, weisse Bluse, schwarze Schuhe ohne modische Verzierungen.
4. Für die Alphorn- und Büchelbläser ist die Mitgliederzahl von Gruppen nach unten auf fünf Mitglieder festgesetzt und nach oben neu ganz offen.
Diese Änderungen gelten provisorisch für 2009 und 2010.

Alpsegen und Betruf wieder im Trend

Veröffentlicht am 31 Mai 2009, 18:17 in der Kategorie Folklore, Brauchtum, Verschiedenes, Veranstaltungen, Förderung.

Von Joe Manser, Geschäftsleiter www.zentrum-appenzellermusik.ch

Ein alter Brauch soll in der Region mit einem neuen Workshop gefördert, bzw. wieder eingeführt werden. Zur Neuerlernung oder Festigung unseres beliebten Alpsegens bietet das Zentrum für Appenzellische Volksmusik ZAV Kursabende an. Angesprochen sind vor allem Bauern und Sennen, die aktiv den Alpsegen während der Alpzeit rufen, aber auch weitere Interessierte, welche den Betruf auf ihrer Alp neu einführen möchten. Und ganz allgemein steht der Kurs allen Personen offen, die sich mit der Mystik des Betrufs befassen oder von dessen Gehalt und Kraft fasziniert sind. Die Melodie ist nicht schwierig, verlangt aber doch einiges an Einfühlungsvermögen und an stimmlicher Energie. Kursleiter ist Johann Fritsche, «Chäpfler», ein Appenzeller mit auswärtigem Wohnort Münchwilen. Er ist bekannt für seine gefühlsvolle und gekonnte Interpretation des Appenzeller Betrufs am Festspiel «Ueli Rotach» 2005 in Appenzell. Den ganzen Text lesen >>

Fahnenschwinger mit topaktueller DVD

Veröffentlicht am 25 Mai 2009, 11:20 in der Kategorie Folklore, Brauchtum, Verschiedenes, Veranstaltungen.

Von Hansrüedi Zbinden   Fahnenschwinger-Obmann   www.fahnenschwingen.ch

Es ist nun soweit:  Die langersehnte und vielbesprochene Fahnenschwinger-DVD wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 19. Juni 2009 werden wir die DVD anlässlich vom Westschweizerischen Jodlerfest in Naters taufen. Zu diesem Anlass hier ein kurzer Überblick über die Entstehung dieser Produktion.
Bis zum heutigen Zeitpunkt gibt es von den 46 benannten Schwüngen beim Schweizer Fahnenschwingen weder einheitliche Bilddokumente noch eine genaue Beschreibung der Ausführung der einzelnen Schwünge. Diese wurden von Generation zu Generation, von Kursleiter zu Kursleiter oder von Region zu Region mündlich weitergegeben. Es ist daher verständlich, dass mit der Zeit enorme Unterschiede in den verschiedenen Regionen entstanden. Sei es bei der Ausführung oder bei einzelnen Fällen sogar bei der Benennung der Schwünge. Dieser Umstand hat natürlich auch die Juryarbeit erschwert und es gab immer wieder viele Diskussionen bei Eidgenössischen Jurykursen. Den ganzen Text lesen >>

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