Von Florian Walser Klarinettist und künstlerischer Leiter der Stubete am See in Zürich
Was einst nur eine kleine Idee war, entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem wahren Erfolgsprojekt. Das Ländlerorchester erfreut schweizweit ein breites Publikum.
Die Idee des Ländlerorchesters
In Domenic Janetts Schublade lag 2006 ein skizziertes Werk mit dem Titel «Das Ländlerorchester». Sein Wunsch war, zahlreiche Instrumente der Schweizer Volksmusik in einem grossen Orchester zu vereinen, also Streichinstrumente, Klarinetten, Blechbläser, Alphorn, Schwyzerörgeli, Akkordeon und Hackbrett. Eine Art Alpensinfonie im Ton der aktuellen Schweizer Volksmusik.
Mit der Stubete am See 2008 in der Tonhalle Zürich war ein Festival geboren, das für dieses Werk die ideale Bühne brachte, die Verbindung von Symphonik und Volksmusik passte.
Ein 45- minütiges Werk entstand, das das Publikum an der Stubete am See förmlich aus den Sitzen riss. Die Musikanten stammten alle aus Ensembles, die an der Stubete am See 2008 beteiligt waren. Zudem sind Domenic Janetts «Fränzlis da Tschlin» als ganzes Ensemble im Orchester integriert.
Nach diesem Erfolg wurde das Ländlerorchester zum Hausorchester der Stubete am See, und ich machte mich auf die Suche nach einem neuen Komponisten, der die Idee weiterträgt und den Mut hat, eine so grosse Partitur mit 14 Instrumenten in volksmusikantischem Stil zu erfinden.
In Dani Häusler wurde der ideale Musikant gefunden. Ende März 2010 ist seine «Waldstätter-Fantasie» fertig geworden. Gedankt sei hier pro Helvetia für die Finanzierung dieses Kompositionsauftrags. Seit Herbst 2010 ist das Ländlerorchester nun auch auf Tournee. Den ganzen Text lesen >>